JBL Online meets Offline Vol.3 – 2/2

Fortsetzung…

Am Samstag morgen ging es in der Korallenzucht Wendel weiter. Dort traf sich die Gruppe um 9:00 Uhr. Wir konnten einen Blick auf die bunte Welt der Meerwasseraquaristik werfen.
Diese bunte Farbenvielfalt der verschiedenen Korallen ist schon was sehr besonderes und gerade für Süßwasseraquaristiker etwas ganz anderes.
Jürgen Wendel führte uns persönlich durch seine Anlage und beantwortete alle Fragen die uns so auf dem Herzen lagen.
Der Unterschied zu einem normalen Meerwasserbecken besteht wohl darin, das nicht jedes Zuchtbecken einzeln betrieben wird.
Sondern die gesamte Anlage einen Kreislauf darstellt, wobei die Microbiologie die bei Meerwasser notwendig ist, in einem einzigen Filterbecken statt findet.
Es ist gut zu erkennen, wie sehr Jürgen Wendel seine Korallen am Herzen liegen, denn er liefert alle seine Korallen persönlich aus, damit sie gut im Handel ankommen.

 

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Am Nachmittag ging es weiter nach Dietzenbach, zur Orazio Martino L’Alligatore Kroko und Exotenshow.
Orazio ist wirklich ein ganz besonderer Mensch, denn in seinem Privathaus hat er eine große Sammlung von Reptilien und Exoten.
In seinem Keller kann man viele verschiedene Echsen, Schlangen, Krokodile und Kaimane antreffen. Und das an-„treffen“ ist wörtlich zu nehmen,
denn jedes Tier das in seinem Keller lebt hat einen Namen und wird auch aus dem Terrarium entnommen.
Manchmal konnte man gar nicht so schnell schauen, wie man eine Bartargame oder eine andere Echse auf dem Shirt oder in den Haaren sitzen hatte.

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Annika: Mein kleiner Liebling war eine kleine weiße Kornnatter, die sich immer wieder um mein Handgelenk geschlängelt hat.

Aber auch größere Schlangen leben in seinem Keller, so hatte irgendwann jeder Teilnehmer eine Schlange um den Hals. Orazio hat wirklich niemanden verschont.
Vier Tiere gab es allerdings, die Orazio nicht aus deren Terrarium geholt hat.
Dafür waren sie auch einfach zu groß. Das bedeutete aber nicht, dass wir nicht auch diese Tiere persönlich kennen lernen durften.

Aber wie, wenn man die Tiere nicht rausholen kann, fragt ihr euch? Genau, man geht zu den Tieren ins Terrarium. Und so standen wir auf einmal direkt im Gehege der Kaimane und Krokodile.
Während wir bei den Kaimanen noch vorsichtig Abstand hielten, war dann bei den Krokos „Berta“ und „Blacky“ Körperkontakt angesagt.
Wer kann schon von sich sagen, mal mit einem Krokodil so nah gewesen zu sein.
Auch dieser Besuch war ein unbeschreibliches Erlebnis. So eine Gelegenheit wird sich so schnell nicht wieder bieten.

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An dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen noch mal ein großes Dankeschön an JBL auszusprechen, das wir die Chance hatten ein so tolles Wochenende zu erleben.
Es gab viele interessante Dinge zu sehen und zu erfahren. Ein besonderes Highlight war auch die tolle Gemeinschaft mit den anderen Teilnehmern.

*Zitat, Annika* Ich ganz persönlich bin über meine eigenen Grenzen hinaus gewachsen. Dieses Wochenende wird immer unvergesslich bleiben.

*Zitat, Daniel* Es war ein Atemberaubendes Erlebniss und ich nehme wunderbare Erinnerungen mit nach Hause. Ich hoffe der Bericht kann zumindest Ansatzweise vermitteln, wie schön es war.

Grüße, Annika und Daniel

JBL Online meets Offline Vol.3 – 1/2

Am 24. und 25. April 2015 hat die Firma JBL das dritte Mal zum Online meets Offline Treffen eingeladen. Das Garnelenklick-Forum hat sich bei JBL beworben und durfte 2 seiner Mitglieder zu diesem Treffen anreisen lassen. Um euch besonders gute Infos zukommen zu lassen viel die Wahl auf einen offiziellen Mitarbeiter des Forums ( FireCrow ) und eine besonders engagierte Klickerin ( annika82 ). Hierdurch sind wir in der glücklichen Lage euch mit Details und Beobachtungen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln zu versorgen. Wir hoffen ihr habt viel Freude beim Blick hinter die Kulissen und freuen uns auf Fragen oder Anmerkungen zu diesen Thema. Nun aber viel Spaß beim Lesen des Berichtes und Anschauen der wunderschönen Fotos. Euer GK!-Team.

Hallo liebe Freunde!

Die Reise begann am Freitag um 14:00 Uhr in Neuhofen am JBL Produktionsstandort, wo wir und 15 andere Teilnehmer von Matthias Wiesensee, dem Online Marketing Manager, herzlich begrüßt wurden.

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Der Tag startete mit einer Werksführung, bei der JBL uns sehr offen die komplette Produktion, Logistik und Forschung zeigte. In der Produktion konnten wir einen Blick darauf werfen,
wie gerade aktuell Spirulina Flocken hergestellt wurden. Auch die Abfüllungsanlage wurde uns gezeigt.
Erstaunlich fand ich, das viele Arbeitsschritte bei JBL noch in Handarbeit erledigt werden, da für die vielen verschiedenen Schritte die Anschaffung einer Maschine zu teuer wäre.
Zum Beispiel werden alle Wassertest so verpackt, da es zu viele verschiedene Testsets oder Einzeltest gibt, um eine Maschine auf diese Verpackung zu programmieren.

Außerdem legt JBL wert darauf, immer nur kleine Chargen zu produzieren, damit das Haltbarkeitsdatum beim Verkauf noch möglichst lange haltbar ist.
In der Forschungsabteilung von JBL werden sowohl neue Produkte entwickelt und getestet, wie auch Produkte die schon lange im Sortiment sind.
Dort waren viele verschiedene Becken aufgebaut, in denen sich unterschiedliche Fische, Garnelen oder auch Molche tummelten.
In jedem dieser Becken wurden andere Test durchgeführt, sei es die Wirkung von Dünger oder ein Dauertest einer CO² Anlage.

Ein weiter Aspekt der mich bei der Führung nachhaltig beindruckt hat, war der ökologische Grundgedanke mit dem JBL handelt.
Nicht nur das viel Energie durch Solaranlagen gewonnen wird, so wird auch die Luft durch einen Biofilter gereinigt und nicht durch eine stromfressende UV-C Abgasklärung.

Hier ein paar Impressionen der Produktion und des Lagers.

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Nach dieser interessanten Werksführung ging es in ein Besprechungszimmer, wo wir bei Getränken und einem Stück Kuchen alle unsere Fragen loswerden konnten.
Außerdem wartete auf jeden Teilnehmer ein großzügiges Geschenk mit Produkten der Firma JBL, sowie einer aktuellen Ausgabe der Aquaristik und der Caridina, die vom Dähne Verlag gestiftet wurden.

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Für mich war vor allem die politischen Hintergründe unseres Hobbys interessant, da ich bisher nur wirklich schlecht informiert war. Ein Gruppenbild wurde natürlich auch gemacht.

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Nachdem uns die Möglichkeit gegeben wurde, kurz in unser Hotel einzuchecken, trafen wir uns um 19:00 Uhr zum nächsten Programmpunkt der durch JBL organisiert wurde.
Es ging zum Reptilium Landau, wo uns in einer privaten Führung das Reptilium gezeigt wurde. Zum gemeinsamen Abendessen gab es ein wirklich außergewöhnliches kulinarisches Highlight.
Uwe Wünstel, Geschäftsführer des Reptliums, hat uns Heuschrecken zubereitet, die wir probieren konnten. Ich muss sagen, das meine anfängliche Skepsis, das man so was doch nicht essen kann, inzwischen gewichen ist. Vielleicht lag es auch daran, das sie gut gewürzt waren, aber ich fand sie durchaus lecker.

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Daniel: Sie haben durchaus das Potential als abendlicher Knabberersatz zu dienen. Annika: Allerdings würde ich sie nicht in meiner Küche zubereiten wollen…

Nach dem gemeinsamen Essen wurden uns 2 Tiere noch mal persönlich vorgestellt. Zum einen, eine große 18 Kilo schwere Albino Boa und die 13 Jahre alte Vogelspinne Curly.

Bei beiden Tieren hatten wir die Möglichkeit direkte Bekanntschaft zu machen. Bis zum Abendessen war ich noch der festen Überzeugung, nie eine Spinne anzufassen, und schon gar nicht soooo eine Große. Nachdem dann aber ein paar andere Teilnehmer Curly näher kennengelernt haben und sie sich wirklich ruhig verhalten hat, siegte meine Neugier.

Annika: Mein Herz pochte dabei ganz schön, aber ich bin glücklich, das ich diese Gelegenheit genutzt habe.

Nachdem wir den Abend dort gemütlich ausklingen lassen haben, sind wir irgendwann müde in unsere Betten gefallen.

Fortsetzung folgt im nächsten Beitrag!

Euer

GK!-Team / GarnelenECHO

JBL ProScan

Der neue JBL Pro Scan – Photometrische Analyse und Diagnose mit Auswertung über Smartphone App

Die Umverpackung des JBL ProScan ist zweckmäßig, auf unnütze Folien wird verzichtet.

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Der Lieferumfang von ProScan umfasst die Hülse mit Teststreifen, die Farbkarte und eine Bedienungsanleitung.

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Die App lässt sich bequem über den PlayStore von Android installieren und startet ohne ruckeln. Das Smartphone war ein Samsung Galaxy S5.
Die App ist übersichtlich und selbst für Anfänger geeignet da jeder Schritt begleitend angezeigt wird.

Die Funktionsweise sowie der Teststreifen mit der ColorCard. Die ProScan App starten, den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen….
und genauso einfach ist es auch! Auf die Besonderheiten gehen wir weiter unten ein.

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Getestet wird das ProScan Set von JBL. Der Test soll zeigen, in wieweit die Neuheit zuverlässig arbeitet oder ob es nur ein
weiterer Ratestreifen mit App ist….

Die Messergebnisse von ProScan wurden sowohl mit dem JBL Combiset, sprich den Tröpfchentests von JBL und dem JBL GH Test,
da nicht im Koffer enthalten, nachgemessen als auch per Laboruntersuchung geprüft und gegengecheckt.

Nun im einzelnen zur Vorgehensweise:

Wenn wir die App starten ist zwischen 3 Möglichkeiten zu wählen: Wasser, Aquaristik Süßwasser und Gartenteich. Die Messergebnisse werden, egal welchen Punkt man auswählt, nicht beeinflusst. Der einzige Unterschied ist, dass bei „Gartenteich“ nicht zusätzlich der Co2 Gehalt errechnet wird.

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In einer Vielzahl von Messungen in verschiedenen Becken wurden folgende Werte gegengeprüft:

KH
GH
NO3
NO2
PH
Alle Tests wurden bei 20°C durchgeführt.

Bis auf den NO3 Wert, stimmten alle Werte bei sämtlichen Tests mit ProScan überein. Der NO3 Wert, hatte eine Abweichung von bis zu 15 mg/l.
Eine erste Erklärung für die Abweichung hier ist wohl darin zu begründen, dass der NO3 Wert am Rand liegt und somit empfindlicher auf Reflexionen und veränderte Lichtverhältnisse reagiert. Laut JBL wird bereits daran gearbeitet, das Problem zu beseitigen. Weiter bemerkte JBL das eine Verfeinerung der Skalenpunkte zu weiteren Problemen führen würde.

Um dem entgegen zu wirken, haben wir verschiedene Untergrundfarben getestet um festzustellen ob man den Fehlerteufel einfach mit anderen Untergründen selbst minimieren kann und siehe da….. legt man die ColorCard auf einen schwarz matten oder ähnlichen Untergrund, funktioniert es!

Eine zweite Erklärung zur Abweichungen vom NO3 Wert: Die Skala NO3 im ProScan ist eine andere als im Flüssigtest. Da hier nicht im Sinne eines digitalen Thermometers jeder Wert abgedeckt wird, muss eine Zuordnung zum nächstgelegenen „Skalenpunkt“ stattfinden. Es sind also zwei gegenläufige Skalen unter Umständen. Daher kann eine Abweichung kommen. Laut JBL wird auch daran bereits gearbeitet.

Man muss auch darauf achten, dass sich kein Wasser mehr auf den Teststreifen befindet. Das Wasser wirkt wie eine Linse und verfälscht die Ergebnisse immens. Um das zu vermeiden, schlägt man den Teststreifen am besten steitlich auf dem Tisch ab.

Vergleichsmessung JBL ProScan vs Laboruntersuchung

Um nicht nur auf herkömmliche Tests zurückzugreifen, haben wir das Set von JBL einem Vergleich mit einer Labormessung
unterzogen.

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Verglichen wurde in 2 von 3 der Grundeinstellungen der App, der Rubrik :

„Wasser“

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und der Einstellung

„Aquaristik Süßwasser“
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Insgesamt kann man leichte Abweichungen feststellen, die Ursache ist aber nicht bekannt, sodass wir hier eine Verschiebung durch die JBL Skalierung vermuten. Gescannt wurde auf einem mattgrünem Hintergrund, um Spiegelungen auszuschließen.

Wenn man das ganze Paket mal betrachtet, sind uns ein paar Dinge aufgefallen, die noch verbesserungswürdig wären.

1. Das Speichern und Vergleichen der Scans:
Es ist insgesamt zu müßig so wie es im Moment ist. Zwar kann man die Bilder einzeln abspeichern, muss sie dann aber manuell auf den PC ziehen, um sie betrachten und vergleichen zu können. Zudem kann man in der App nur den letzten Scan sehen, hier sollte nachgebessert werden um alle gelaufenen Scans zu sehen und vergleichen zu können.
Auch wäre es in dem Zusammenhang dienlich wenn die Scans fortlaufende Nummern bekämen und man sie innerhalb der App vergleichen könnte.
Für Anlagen mit mehreren Becken wäre eine Möglichkeit verschiedene Becken anzulegen gut sodaß man vor dem Speichern der Bilder diese einem Becken zuordnen zu können. Gerade im Bereich Garnelenhaltung und Nanobecken allgemein sind mehrere Becken nicht ungewöhnlich.

2. Spiegelung und Fehlerquellen:
In Anbetracht dessen, vor der Nase einen Timer zu haben, sind diverse Dinge zu beachten. Um keine falschen Werte zu bekommen, muss im richtigen Licht gescannt werden, der Streifen muss extrem gut abgeschlagen werden, sodass keinerlei Restwasser auf dem Streifen ist, der Untergrund der ColorCard muss gut gewählt werden. Zu helle und/oder reflektierende Untergründe können falsche Werte verursachen, ein dunkler, matter Untergrund ist hier die bessere Wahl da eine Spiegelung die übersehen wird direkt zu falschen Ergebnissen führt.
Auch ist auf die korrekte Platzierung der Streifen zu achten, Skalenverschiebungen führen ebenfalls zu Fehlmessungen.

3. Werte:
Wir vermissen den Phosphat und Silikatwert, damit der Bildschirm nicht zu voll wird könnte man hier mit einer Wahlmöglichkeit in der App arbeiten um die gewünschten Werte auszuwählen. Zu erwähnen ist auch, dass der gezeigte Co2 Wert kein gemessener Wert sondern nur ein errechneter Wert aus PH und KH ist und nicht den Dauertest ersetzen kann.

4. Das Nachfüllpack:
Wir stellen mal die Frage in den Raum: Warum sind hier nur 24 drinnen und nicht wie gewöhnlich 50 Stück? Soll es günstig aussehen oder hat das andere Gründe?
JBL begründete die so:“ Die Streifen sind empfindlich und reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Je größer die Packung, desto eher werden die feucht und Streifen geben keine genauen Ergebnisse

5. Sparversuche und Märchen
Man liest immer wieder:“Man kann die Streifen teilen.“ Ganz klare Antwort: NEIN! Der Versuch die Streifen längst zu teilen sorgt in jedem
Fall für falsche Messergebnisse!

Fazit und Ergebnis:

Das ProScan hat uns überrascht! Sowohl die Tests mit den JBL Tropfentest als auch die Vergleiche mit den Laboruntersuchungen geben Grund zur Hoffnung das es ein Hersteller geschafft hat den Teststäbchen zu einem besseren Ruf zu verhelfen.
Wir waren insgesamt erfreut zu sehen das die Vergleiche größtenteils übereingestimmt haben und die Handhabung durchaus einfach ist und für jedermann durchzuführen ist.
Wenn auch noch Kinderkrankheiten vorhanden sind wie etwa die Empfindlichkeit der Scans durch Spiegelungen oder etwa Verbesserungen an Software und Handhabung sind wir zu dem Entschluss gekommen das es für unsere Begriffe ein

Prädikat „gut“

verdient.

Wir sind gespannt, was JBL sich für die Zukunft ausdenkt und hoffen, dass wir auch weiterhin in die Entwicklungen reinschnuppern können.
Auch möchten wir uns bei Matthias Wiesensee für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken, einen objektiven und unabhängigen Test machen
zu dürfen. Wir hoffen weiterhin auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Euer

GK!-Team / GarnelenECHO